Abmahnungen bei Auktionen

Wer bei Ebay als Händler was verkaufen möchte, der sollte besondere Sorgfalt in Bezug auf die geltenden Gesetze walten lassen. Ein findiger Berliner Rechtsanwalt hat sich darauf spezialisiert, Auktionen die nicht dem deutschen Gesetzen entsprechen, aufs Korn zu nehmen. Der Anwalt hat viel zu tun. Denn fast in jeder Auktion gibt es ein Haar in der Suppe.

Wenn der Verkäufer seinen Kunden zum Beispiel eine verkürztes Widerrufsrecht einräumt, dann nimmt der Rechtsberater sofort die Spur zu dem Verkäufer auf.  Dann kommt schnell die Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs ins Haus. An erster Stelle steht dabei, das für Kunden auf dem Markt die Chancengleichheit bewahrt bleibt. An zweiter Stelle steht, Geld zu machen, an dritter Stelle soll dann ein Wettbewerbsvorteil für die Klienten von dem RA geschaffen werden.

Der Anwalt hat Klienten aus allen Branchen. Vom Auto bis zur Spielekonsolen (Playstation 3 und Xbox 360) vertritt er alles. Hauptsache die Kasse stimmt. Bei der schwammigen Gesetzeslage in Deutschland ist es sehr schwer nachzuvollziehen, was Recht ist und was nicht. Aus diesem Grund hat der Rechtsanwalt recht gute Chancen vor Gericht. Denn auch die Bestimmung ab wann ein Verkäufer als Händler zu sehen ist, kann nicht genau definiert werden. Wenn jemand 30 Überraschungseier Figuren verkauft, könnte er bereits den Statuts eine gewerblichen Händlers haben.

Hauptsächlich ist der Rechtsanwalt bei den Auktionsplattformen unterwegs. Deswegen sollte man hier ganz besonders vorsichtig sein. So ein vorgehen kann nicht nur dem Verkäufer schaden. Auch Ebay könnte hier viele Kunden (also Profiseller) verlieren.

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Eine Reaktion zu “Abmahnungen bei Auktionen”

  1. KC

    Es gibt viele Beispiele, die den Wahrheitsgehalt dieses Berichtes bestätigen. Ein Beispiel was mir in Erinnerung geblieben ist und das auch als Reportage im Fernsehen gezeigt worden ist, zeigt wie schnell man als normaler Verkäufer im Schussfeld solcher Anwälte gelangt.

    Eine junge Dame wollte ihre 10 Abercrombie-Shirts im eBay Auktionshaus versteigern, erhielt aber kurz darauf ein Schreiben vom Rechtsanwalt, indem steht, dass sie gewisse Marketingrechte verletzt hätte. Der Hersteller vertreibt seine Ware ausschließlich in Amerika. Zudem wurde sie mit ihren Shirts als Gewerbetreibende angesehen . Der Haken war, dass es 10 Shirts der gleichen Marke sind. Hätte sie also 100 shirts von verschiedenen Marken gehabt, wäre das ok gewesen. Das Ende vom Lied: Strafe in Höhe von 500 beziehungsweise 1500 €. An die Zahl kann ich mich leider nícht genau erinnern.

    Der Fall ist für mich nicht allzu sehr nachvollziehbar, was dank der “schwammigen Gestzlage” nochmals erschwert wird.

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